Bridge Hub Dresden: Ein Rückblick

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Am 25. Juni 2026 kamen in Dresden Workplace-Verantwortliche und seventhings-Partner zum ersten Bridge Hub zusammen. Kein Frontalvortrag, keine Verkaufspräsentation: kleine Gesprächsrunden mit Vitra, Ljnk, CIRI, Telekom und OptiThinQ. Ein Rückblick auf Themen, Stimmen und die nächsten Termine.

Bridge Hub Dresden: Was FM-Profis über Kreislaufwirtschaft und Asset-Daten diskutiert haben

Key Takeaways

  • Facility Manager, Workplace-Gestalter und Kreislaufwirtschaft-Partner trafen sich am 25. Juni 2026 im Dresdner seventhings-Office zum ersten Bridge Hub.
  • Zwei Gesprächs-Waves ersetzten klassische Vorträge: Wave 1 zu Flächen und Möbeln im Lebenszyklus, Wave 2 zu Entscheidungsgrundlagen für CFOs und IT-Leiter.
  • Kernthema war die Frage, wie aus stillgelegten Möbeln und Flächen wieder Wert entsteht, ohne neue Objekte anzuschaffen.
  • Der Bridge Hub geht weiter: Wir gehen auf Tour und machen Halt in Dortmund, München, Hamburg, Berlin und Frankfurt.

Was ist der Bridge Hub?

Der Bridge Hub ist eine von seventhings ermöglichte Event-Reihe für Workplace-Gestalter, Digital-Pragmatiker und Kreislauf-Pioniere. Statt Bühnenvorträgen organisiert das Format kleine Gesprächsrunden, in denen Partner aus Forschung, Gestaltung und Wirtschaft an einem Tisch über den gleichen Diskussionsstand sprechen. Das Kern-Event findet einmal im Jahr in Dresden statt, ergänzt durch kürzere After-Work-Termine in weiteren Städten unter dem Namen Bridge Hub On Tour.

Der Tag in Dresden

Los ging es am Vormittag mit einer lockeren Begrüßung und Vorstellung der Kernthemen des Tages. Anschließend folgten zwei Waves mit Gesprächen in kleiner Runde, ein Mittagessen, das ein Kochroboter von Mana Robotics zubereitete, und am Nachmittag Raum für alle Themen, die in den Waves noch offen geblieben waren. Den Abschluss bildete ein lockerer Abend mit Weinverkostung, Dinner und Live-Musik: Kontrabass traf auf Elektronik, gespielt von Musikern der Elbphilharmonie.

Was war das Thema vom Bridge Hub Dresden 2026?

Der Tag drehte sich um drei Fragen: Wie arbeiten Unternehmen nachhaltiger mit Assets, die sie bereits besitzen? Was passiert, wenn Forschung und Unternehmenspraxis dieselbe Sprache sprechen? Und warum braucht Kreislaufwirtschaft vor allem bessere Entscheidungen statt neuer Objekte? Für uns war dieses Event der Auftakt einer Reihe, die genau diese Fragen entlang echter Praxisbeispiele beantwortet.

In Wave 1 ging es um Möbel und Flächen im Lebenszyklus. Martin Fiedler von Ljnk zeigte, wie er stillgelegten Flächen wieder Bewegung gibt und sie erneut nutzbar macht. Thilo Weinland ordnete das Ganze in konkrete Kreislaufwirtschaft-Prozesse ein, jenseits des klassischen Nachhaltigkeitsberichts. Weinland kennt dieses Thema auch aus seiner Arbeit bei Projekt Partner und im Rahmen des Projektes CIRI: Freigesetzte Bestandsmöbel aus der Zeit vor der Pandemie liegen seiner Beobachtung nach oft noch in gutem Zustand vor, nur über Standorte verteilt und nirgendwo zentral erfasst.

Wave 2 richtete sich an alle, die wirtschaftlich verantworten. Yves Bruchner von OptiThinQ zeigte die Messpunkte, an denen sich für einen CFO entscheidet, ob aus gebundenem Kapital wieder Wert wird. seventhings brachte die Perspektive ein, wie aus vielen einzelnen Objektdaten eine belastbare Entscheidungsgrundlage entsteht. Der Punkt, den unser Team an diesem Tisch am häufigsten hörte: Eine gute kaufmännische Entscheidung kann ich nur treffen, wenn ich gute Daten habe.

Warum ist Kreislaufwirtschaft bei Büromöbeln ein Facility-Management-Thema?

Möbel, IT-Equipment und Konferenztechnik zählen zu den Assets, die am häufigsten bei Umzügen, Flächenverkleinerung oder Desk-Sharing-Umstellungen unnötig entsorgt werden, weil niemand mehr genau weiß, was wo steht und in welchem Zustand es ist. Genau hier setzt seventhings mit einer Plattform an, die Möbel und Ausstattung ohne IoT-Sensorik erfasst und über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar macht.

Ein wiederkehrendes Muster aus den Gesprächen: Buchwert und tatsächlicher Zustand eines Möbelstücks laufen auseinander. Ein Tisch gilt nach 13 Jahren steuerlich als abgeschrieben, ist deshalb aber selten technisch verschlissen. Ohne Bestandsdaten, die Material, Farbcode und Zustand dokumentieren, bleibt diese Differenz unsichtbar und Möbel landen im Container statt im nächsten Projekt. Für Facility Manager, die mit Desk Sharing und Workspace-Umstellungen zu tun haben, ist das eine der stillen Kostenstellen im Betrieb.

📎 Passend dazu: Wie Sie Ihre Möbel- und Mobiliarverwaltung so aufbauen, dass Umzüge und Flächenwechsel nicht mehr zur Blackbox werden.

Zur Dateninfrastruktur gehört für viele Teilnehmer auch die Frage, wo die eigenen Daten eigentlich liegen. Thomas Hähnchen von der Telekom Deutschland GmbH ging in Wave 2 direkt darauf ein: Als Infrastrukturpartner sorgt die Telekom dafür, dass Daten von seventhings-Kunden in Rechenzentren in Deutschland verarbeitet werden und damit im europäischen Rechtsraum bleiben. Die Telekom-Cloud-Angebote, auf denen das aufsetzt, sind unter anderem nach ISO 27001 zertifiziert und mit dem Trusted Cloud Datenschutzprofil (TCDP) ausgestattet, zwei Nachweise, mit denen die Telekom die DSGVO-Konformität ihrer Infrastruktur regelmäßig extern bestätigen lässt. Details dazu hat die Telekom in ihrer Compliance-Dokumentation zur Cloud-Infrastruktur veröffentlicht.

Was die Teilnehmer mitgenommen haben

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Immer wieder ging es um zwei Dinge: den offenen Austausch mit ehrlichen, kritischen Fragen statt höflichem Smalltalk, und die lockere, freundschaftliche Atmosphäre des Abends. Der Verzicht auf Bühnenvorträge kam gut an: In den kleinen Runden konnten Teilnehmer eigene Praxisfälle einbringen, statt nur zuzuhören.

Eine Beobachtung aus vielen Gesprächen: Auffällig oft ging es nicht um fehlende Software, sondern um fehlende Verantwortlichkeit für den nächsten Lebenszyklus eines Assets. Ein Möbelstück, ein Beamer oder ein Poolfahrzeug hat oft eine klare Verantwortung für die Anschaffung, aber niemanden, der über Weitergabe oder Entsorgung entscheidet. Das war sowohl für uns als seventhings-Team als auch für einige unserer Teilnehmer der interessanteste wiederkehrende Punkt des Tages, weil er zeigt, dass Kreislaufwirtschaft im Bestand zuerst eine Zuständigkeitsfrage ist und erst danach eine Datenfrage.

Wie es weitergeht

Unser Bridge Hub bleibt kein Einzelevent. Der nächste Bridge Hub on Tour ist für September angekündigt. Weitere Events dieses Formates folgen in Dortmund, München, Hamburg, Berlin und Frankfurt, in kleinem Kreis für Workplace- und Facility-Verantwortliche, die konkret an Zeit, Datentiefe und ungenutztem Anlagevermögen arbeiten wollen. Hier kannst du dich schon vorab für den Bridge Hub on Tour in deiner Stadt registrieren.

Für alle, die sich schon jetzt mit Verleih- und Ressourcenmanagement oder der Rolle als Nachhaltigkeitsmanager befassen, liefert Bridge Hub On Tour die gleichen drei Leitfragen im kompakteren Format.

Weiterführende Fragen zum Bridge Hub Dresden

Gibt es weitere Bridge Hub Termine? Ja. Das nächsten Termine geben wir zeitnah bekannt. Meldet euch schon jetzt an zu den On-Tour-Abenden in Dortmund, München, Hamburg, Berlin und Frankfurt.

Wie kann ich beim nächsten Bridge Hub dabei sein? Auf bridgehub.events können Sie angeben, in welcher Region Sie einen Termin wünschen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Patricia Hesse
Marketing & Growth, seventhings
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