seventhings + SAP, DATEV & Microsoft 365

Asset Intelligence
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„Wir können keine neue Software einführen, wir haben SAP." Diese Aussage hören wir oft. Dabei schließt SAP Asset Intelligence nicht aus. Wie seventhings per API in SAP, DATEV und Microsoft 365 eingebunden wird, ohne dass die IT ein Projekt aufsetzen muss.

Key Takeaways

  • In 2024 führen laut Forrester 73 % der SAP-Nutzer parallel Excel-Listen für physische Assets. Die Lücke liegt nicht im ERP, sondern unterhalb davon.
  • seventhings synchronisiert Anlagenstammdaten bidirektional mit SAP über REST-API, ohne Datenmigration oder eigenes IT-Projekt.
  • Die DATEV-Integration überträgt Anlagevermögen automatisch in den Anlagenspiegel. Buchhalterische Werte und physische Realität bleiben dauerhaft synchron.
  • Microsoft 365 verbindet sich über Azure AD für Single Sign-On und Teams-Benachrichtigungen zu Wartungsaufgaben und Inventurergebnissen.

In Gesprächen mit Einkaufsleitern und IT-Administratoren taucht ein Einwand verlässlich auf: Das Unternehmen hat SAP, also kann keine weitere Software eingeführt werden. Hinter dieser Aussage steckt eine berechtigte Sorge: parallele Systeme, doppelte Datenpflege, ungeklärte Schnittstellen.

Die Sorge ist berechtigt. Die Schlussfolgerung aber ist falsch.

SAP verwaltet Buchungswerte, Kostenstellen und Abschreibungen. Was SAP nicht leistet: den physischen Zustand eines Assets erfassen, seinen Standort verfolgen, Wartungsfristen dokumentieren oder DGUV-V3-Prüfungen nachweisen. Laut Forrester (ERP Usage Report 2023) führen 73 % der SAP-Nutzer für genau diese Aufgaben parallel Excel-Listen. Das ist kein Zeichen schlechter Prozesse. Es ist ein strukturelles Problem: ERP-Systeme sind für Buchwerte gebaut, nicht für operative Asset-Daten.

seventhings schließt diese Lücke. Per API.

Was seventhings mit SAP synchronisiert

Die SAP-Integration von seventhings nutzt eine bidirektionale REST-API-Verbindung über die SAP Business Technology Platform (BTP) oder direkt via RFC/BAPI für On-Premise-Installationen.

Was konkret synchronisiert wird:

Aus SAP in seventhings (Pull): Anlagenstammnummern, Kostenstellen, Buchungswerte, Abschreibungsdaten, Lieferantennummern. seventhings übernimmt diese Felder als Ausgangsbasis und reichert sie an: Standort, Zustand, Nutzer, Wartungshistorie, Scans.

Aus seventhings in SAP (Push): Standortveränderungen, Zustandsänderungen nach Inventur, Abgänge und Zugänge aus der physischen Realität. Der Anlagenspiegel in SAP bleibt damit auf dem Stand der tatsächlichen Bestandsrealität.

Das Ergebnis: SAP weiß nicht nur, was gekauft wurde, sondern wo es steht, in welchem Zustand es sich befindet und wann es zuletzt geprüft wurde.

Laut Gartner (Asset Management Benchmark 2024) weichen in 70 % der Organisationen ERP-Soll-Inventar und physische Realität um mehr als 30 % voneinander ab. Mit der bidirektionalen Synchronisation sinkt diese Abweichung auf unter 5 %, gemessen nach 12 Monaten Betrieb.

Wie funktioniert eine Asset-Software-Integration mit SAP?

Eine Asset-Management-Software wie seventhings bindet sich per REST-API oder RFC/BAPI an SAP an. Anlagenstammdaten, Kostenstellen und Buchungswerte fließen automatisch in seventhings ein. Standortveränderungen und Zustandsänderungen, die im Feld erfasst werden, fließen zurück in SAP. Das Ergebnis ist ein synchroner Anlagenspiegel ohne manuelle Nachpflege.

DATEV: Anlagevermögen ohne Doppelpflege

Für Unternehmen, die DATEV als Buchhaltungslösung nutzen, besteht eine andere Ausgangslage: DATEV ist stark in der Finanzbuchhaltung, aber wie SAP strukturell blind für die physische Seite des Anlagevermögens.

Die DATEV-Integration von seventhings arbeitet über den DATEV-Importstandard (CSV-basiert, DATEV-Kontenrahmen SKR03/SKR04) und, für Kunden mit DATEV Unternehmen Online, über die REST-API der DATEV Developer Platform.

Was das konkret bedeutet:

Bei jeder Inventur in seventhings werden Zu- und Abgänge sowie Standortänderungen automatisch als DATEV-konformer Export aufbereitet. Der Steuerberater oder die Buchhaltung übernimmt diesen Export direkt. Manuelle Abstimmung zwischen Inventurliste und DATEV-Anlagenspiegel entfällt.

In 2024 verbrachen nach Deloitte (Financial Close Survey 2024) Buchhaltungsteams im Durchschnitt 40 % mehr Zeit auf manuelle Asset-Abstimmungen als bei Unternehmen mit digitalen Inventarsystemen. Bei einem mittleren DACH-Unternehmen mit 2.000 bis 5.000 Assets entspricht das drei bis fünf Arbeitstage pro Jahresabschluss.

Microsoft 365: Von Outlook bis Teams

Microsoft 365 ist in DACH-Unternehmen die dominierende Collaboration-Plattform. seventhings integriert sich an drei Punkten:

Azure Active Directory (Azure AD / Entra ID): Nutzer melden sich per SSO mit ihren bestehenden Microsoft-Zugangsdaten an. Keine separaten Passwörter, keine manuelle Nutzerverwaltung in seventhings. Nutzerprofile, Rollen und Standortzuweisungen werden aus Azure AD übernommen.

Microsoft Teams: Wartungsaufgaben, Inventuranforderungen und Prüffristen werden als Teams-Benachrichtigungen zugestellt. Facility Manager und Instandhaltungsleiter erhalten ihren Aufgabenstrom direkt in der Umgebung, in der sie bereits arbeiten.

SharePoint / OneDrive: Dokumente wie Wartungsberichte, Gerätedokumentationen und DGUV-V3-Prüfnachweise lassen sich direkt aus seventhings in SharePoint-Ordner ablegen oder aus OneDrive verknüpfen.

Kann seventhings mit Microsoft Teams genutzt werden?

Ja. Die Teams-Integration von seventhings liefert Benachrichtigungen zu Wartungsfristen, Inventuraufgaben und Zustandsmeldungen direkt in Teams-Kanäle oder als persönliche Nachrichten. Das Login erfolgt über Single Sign-On per Azure Active Directory. Eine separate Nutzerverwaltung in seventhings ist damit nicht notwendig.

n8n: Wenn kein nativer Konnektor existiert

Nicht jede Systemlandschaft ist SAP, DATEV oder Microsoft 365. Für Unternehmen mit proALPHA, abas, Dynamics 365, einem Helpdesk-System oder einer eigenen Datenbank stellt seventhings einen nativen n8n-Konnektor bereit.

n8n ist eine selbst-hostbare Workflow-Automatisierungsplattform, die über 2.000 Apps verbindet und DSGVO-konform betrieben werden kann. Der seventhings Community Node wird direkt über die n8n-Oberfläche installiert. Die Verbindung erfordert drei Angaben: Subdomain, E-Mail und die Client ID aus seventhings unter Integrationen → REST API. Das Authentifizierungs-Token wird automatisch bezogen und erneuert.

Eingerichtet ist die Verbindung in unter fünf Minuten. Was dann möglich ist:

Wird in seventhings ein neues Asset angelegt, entsteht automatisch ein Eintrag im ERP und eine Benachrichtigung im Team-Chat. Überfällige Wartungsaufgaben lösen ein Ticket im Helpdesk und eine Erinnerungsmail an die zuständige Person aus, ohne manuelle Übertragung. Gibt ein Mitarbeiter ein Leihgerät zurück, wird die Rechnungsstellung angestoßen und der Bestand aktualisiert. Ändert sich ein Datensatz in seventhings, bleiben CRM-Felder und Tabellen automatisch synchron.

Insgesamt stehen 11 Trigger-Events zur Verfügung. Workflows lassen sich per Klick oder per KI-Sprachbefehl in natürlicher Sprache erstellen. Ein Entwicklerteam ist dafür nicht notwendig.

Ein Arbeitsschritt, den wir in unserem Team regelmäßig verwenden: Einen bestehenden Workflow als JSON aus n8n exportieren und direkt in Claude oder ChatGPT einfügen. Credentials sind darin nicht enthalten, sie verbleiben in n8n. Das Sprachmodell erklärt dann entweder die Logik des Workflows in einfachen Worten oder ergänzt gezielt Verzweigungen und Bedingungen. Das Ergebnis kommt als JSON zurück, wird in n8n importiert und liegt als neuer Workflow neben dem alten. Der alte wird gelöscht. Kein Durchklicken im Frontend, kein IT-Ticket.

Leseempfehlung

Wie Sie Asset-Software ohne IT-Projekt einführen: Welche Schritte in den ersten sieben Tagen konkret anfallen, welche Daten Sie bereitstellen müssen und wo typische Stolperstellen liegen.
Zum Artikel: In 7 Tagen live

Was keine Integration leistet

Eine Frage, die wir in Evaluierungen regelmäßig stellen: Was soll die Integration konkret leisten, und was soll sie ausdrücklich nicht leisten?

seventhings ist kein ERP-Ersatz. Die Finanzbuchhaltung, Kostenstellenrechnung und Abschreibungsplanung bleibt in SAP oder DATEV. seventhings ergänzt diese Systeme um die operative Seite: Wo steht das Asset, wer nutzt es, in welchem Zustand ist es, wann ist die nächste Prüfung fällig.

Was die Integration leistet: einen synchronen Datenbestand zwischen Buchwert und physischer Realität. Was sie nicht leistet: die Buchhaltungslogik zu ersetzen oder bestehende ERP-Workflows zu überschreiben.

Diese Grenze ist bewusst gezogen. Sie ist der Grund, warum IT-Leiter die Einführung von seventhings in der Regel ohne eigenes Projektbudget freigeben: Das System arbeitet parallel, nicht konkurrierend.

Ersetzt seventhings das ERP-System? Nein. seventhings ist Middleware für physische Assets. Das ERP verwaltet Buchungswerte, Abschreibungen und Kostenstellen. seventhings erfasst, was darüber hinaus geht: Standort, Zustand, Nutzer, Wartungshistorie und Prüfnachweise. Beide Systeme bleiben bestehen und tauschen Daten aus, wo es sinnvoll ist.

Wie die Einbindung konkret läuft

Der Ablauf für eine SAP-Integration sieht in der Praxis so aus:

Schritt 1 (Woche 1): API-Zugangsdaten und Authentifizierung klären. Für SAP BTP: OAuth 2.0-Credentials. Für On-Premise: RFC-User mit eingeschränkten Berechtigungen. Für DATEV: API-Key über DATEV Developer Portal.

Schritt 2 (Woche 1-2): Feldmapping definieren. Welche SAP-Anlagennummern entsprechen welchen seventhings-Asset-Feldern? Für die meisten Kunden sind das 8 bis 12 Felder. Das Mapping wird einmalig konfiguriert.

Schritt 3 (Woche 2): Initialer Datenimport. Bestehende Anlagenstammdaten aus SAP werden in seventhings importiert und mit QR-Codes oder RFID-Tags verknüpft. Dieser Schritt dauert bei 1.000 Assets typischerweise zwei bis drei Arbeitstage.

Ab Woche 3: Live-Betrieb. Änderungen in seventhings fließen automatisch in SAP zurück. Der Anlagenspiegel ist dauerhaft synchron.

Für Microsoft 365 ist der Aufwand deutlich geringer: Azure-AD-Anbindung und Teams-Connector sind in der Regel in einem halben Tag eingerichtet.

Weiterführend

Bestandserfassung Fallstudien DACH: Wie drei Unternehmen aus dem DACH-Raum ihre Ersterfassung strukturiert haben und welche Systemlandschaft sie dabei jeweils hatten.
Zu den Fallstudien

Häufig gestellte Fragen

Kann seventhings mit On-Premise-SAP-Installationen verbunden werden?

Ja. Für SAP On-Premise steht eine RFC/BAPI-Verbindung zur Verfügung. Diese erfordert einen dedizierten RFC-User in SAP mit eingeschränkten Leserechten auf Anlagenstammdaten sowie Schreibrechten für definierte Rückübertragungsfelder. Die technische Konfiguration dauert in der Regel weniger als einen Tag.

Was passiert mit bestehenden Daten in SAP, wenn seventhings eingeführt wird?

Nichts. Bestehende Daten in SAP bleiben vollständig erhalten. seventhings importiert Anlagenstammdaten aus SAP als Ausgangsbasis und ergänzt diese um operative Felder. Es findet keine Datenmigration im klassischen Sinne statt. SAP bleibt das führende System für Buchungswerte.

Unterstützt seventhings Single Sign-On mit anderen Identity-Providern als Microsoft?

Neben Azure AD (Microsoft) unterstützt seventhings SSO über Google Workspace und SAML-2.0-kompatible Identity-Provider wie Okta oder Keycloak. Der Konfigurationsaufwand ist in allen Fällen vergleichbar: ein halber Tag mit dem jeweiligen IT-Administrator.

Wie viele Schnittstellen kann seventhings gleichzeitig betreiben?

Es gibt keine technische Begrenzung der parallelen Integrationen. Kunden mit SAP, DATEV und Microsoft 365 betreiben alle drei Verbindungen gleichzeitig. Jede Integration arbeitet unabhängig und wird separat konfiguriert.

Ist für die Integration ein IT-Dienstleister notwendig?

In der Regel nicht. Die Konfiguration der SAP-Schnittstelle erfordert einen SAP-Basis-Administrator für die RFC-Einrichtung, typischerweise zwei bis vier Stunden Aufwand. Die Microsoft-365-Integration wird durch einen Azure-AD-Administrator eingerichtet. Für DATEV genügt ein API-Key, den der DATEV-Berater des Unternehmens ausstellt.

Was jetzt?

1. Systemlandschaft klären: Welche Systeme sind im Einsatz? SAP, DATEV, Microsoft 365, oder eine andere Kombination? Eine Übersicht der verfügbaren Integrationen finden Sie unter seventhings.com/integrationen.

2. Integrations-Demo anfragen: Wir zeigen Ihnen die konkrete Verbindung mit Ihrem System, inkl. Feldmapping und Datendurchfluss. Ohne Präsentation, direkt im System.→ Integrations-Demo anfragen

3. Asset-Potenzial-Analyse: Wie viele Assets in Ihrem Bestand sind aktuell nicht im ERP, falsch zugeordnet oder nicht lokalisierbar? Die Analyse liefert eine belastbare Ausgangsbasis für die Integrationsentscheidung.

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