Inventur ohne Excel: Diese Probleme lösen digitale Tools
Key Takeaways
- 18 % der Assets sind bei internen Audits nicht auffindbar, weil Bestandsdaten veraltet oder unvollständig sind (KPMG, 2024).
- 41 % der Audit-Beanstandungen entstehen bei manuell geführten Asset-Listen (ISACA, 2024).
- 73 % der ERP-Nutzer führen parallel weiterhin Excel-Listen, meist wegen fehlender Systemanbindung (Forrester, 2023).
- Digitale Inventur per App löst die drei größten Excel-Schwachstellen: fehleranfällige Eingabe, fehlende Systemanbindung, kein tagesaktueller Überblick.
Was ist eine Inventur und warum reicht Excel oft nicht mehr aus?
Eine Inventur ist die systematische Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag oder fortlaufend im Rahmen der permanenten Inventur. Sie bildet die Grundlage für den Jahresabschluss nach § 240 HGB und ist damit rechtlich verbindlich, nicht optional. Excel-Tabellen bilden dabei nur eine Momentaufnahme ab: Sobald sich Standort, Zustand oder Verantwortlichkeit eines Assets ändert, veraltet der Eintrag, ohne dass es jemand bemerkt.
Genau hier entstehen in der Praxis die größten Lücken. Bei internen Audits sind 18 % der erfassten Assets nicht auffindbar, weil Bestandsdaten veraltet oder unvollständig gepflegt wurden (KPMG, 2024). Das betrifft nicht nur IT-Geräte, sondern auch Werkzeug, Möbel und Konferenztechnik, also genau die Assets, die typischerweise per Excel verwaltet werden.
Welche Probleme entstehen bei der Inventur mit Excel konkret?
Die häufigste Fehlerquelle ist nicht die Software Excel selbst, sondern der manuelle Prozess dahinter: Werte werden von Hand übertragen, Zeilen verrutschen, Dateien werden überschrieben. Drei Probleme treten dabei besonders regelmäßig auf.
Fehleranfällige manuelle Dateneingabe
Wer Bestandsdaten von Hand in eine Tabelle überträgt, produziert unweigerlich Übertragungsfehler: falsche Zeile, falsche Spalte, versehentlich überschriebene Werte. Bei einer digitalen Erfassung per Foto oder Scan entfällt dieser Schritt vollständig, weil die Eingabemaske vorgegebene Felder für Art, Menge und Wert bereitstellt.
Fehlende Anbindung an SAP, DATEV oder Microsoft-Systeme
Excel-Listen stehen meist isoliert neben dem eigentlichen ERP-System. Genau das erklärt, warum 73 % der ERP-Nutzer parallel weiterhin Excel-Listen führen (Forrester, 2023): Die Schnittstelle fehlt, also wird doppelt gepflegt. Jede doppelte Pflege ist eine zusätzliche Fehlerquelle und ein Zeitverlust, den niemand einplant.
Kein tagesaktueller Überblick über fehlende Assets
Wann wurde ein Gegenstand zuletzt inventarisiert? Was ist mit Assets, die bei der letzten Zählung nicht auffindbar waren? In einer Excel-Tabelle bleiben diese Fragen offen, weil es keine automatische Historie gibt. Das Ergebnis zeigt sich regelmäßig erst beim nächsten Audit: 41 % der Beanstandungen bei Prüfungen entstehen bei manuell geführten Asset-Listen (ISACA, 2024).
Wie viele Assets sind bei einer klassischen Excel-Inventur durchschnittlich nicht auffindbar?
Bei internen Audits sind im Schnitt 18 % der erfassten Assets nicht auffindbar, weil Bestandsdaten veraltet oder unvollständig gepflegt wurden (KPMG, 2024). Digitale Erfassung mit automatischer Standort-Historie reduziert dieses Risiko deutlich. seventhings bildet diese Historie für Werkzeug, Möbel und Konferenztechnik automatisch ab.
Wie funktioniert die Inventur mit einer App im Unterschied zur Stichtagsinventur?
Bei der Stichtagsinventur wird der gesamte Bestand an einem festen Termin erfasst, typischerweise zum Geschäftsjahresende. Die permanente Inventur verteilt die Erfassung dagegen über das Jahr, jedes Asset wird mindestens einmal jährlich gezählt, dokumentiert über ein laufend geführtes Bestandsverzeichnis. Eine Inventar-App unterstützt beide Verfahren: Jeder Gegenstand erhält ein Etikett mit individuellem Nummernkreis, das per Smartphone-Kamera gescannt wird. Standort, Zustand und Verantwortlichkeit werden direkt vor Ort dokumentiert, nicht nachträglich am Schreibtisch.
Aus der Praxis mit mittelständischen Facility-Teams zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Der Wechsel von Excel zur App-gestützten Inventur wird selten aus strategischer Weitsicht angestoßen, sondern nach einem konkreten Audit-Ergebnis oder einer gescheiterten Stichtagsinventur. Wer die Erfassungsmethode vorher klärt, spart sich genau diesen reaktiven Umstieg unter Zeitdruck.
Was ist der Unterschied zwischen Stichtagsinventur und permanenter Inventur?
Die Stichtagsinventur erfasst den gesamten Bestand an einem festen Termin, meist zum Jahresende. Die permanente Inventur verteilt die Zählung über das Jahr, jedes Asset wird mindestens einmal jährlich erfasst. seventhings unterstützt beide Inventurarten über dieselbe mobile Erfassung.
Welche rechtlichen Anforderungen muss die Inventur erfüllen?
Die Inventurpflicht ergibt sich unmittelbar aus dem Handelsgesetzbuch: § 240 HGB verlangt die vollständige Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden zum Geschäftsjahresende, § 241 Abs. 1 HGB erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die permanente Inventur als Alternative zur reinen Stichtagszählung. Für den Jahresabschluss zählt dabei nicht nur, dass eine Zählung stattgefunden hat, sondern dass sie nachvollziehbar dokumentiert ist, inklusive Art, Menge und Wert jedes Gegenstands.
Echtzeit-Asset-Daten wirken sich dabei direkt auf den Jahresabschlussprozess aus: Unternehmen mit laufend aktuellen Bestandsdaten verkürzen ihre Abschlusszyklen spürbar gegenüber Unternehmen, die erst zum Stichtag zählen (Deloitte Financial Close, 2024). Wer die Inventur über das Jahr verteilt, entlastet damit auch das Rechnungswesen in der ohnehin arbeitsintensiven Abschlussphase.
Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für die Inventur nach HGB?
§ 240 HGB verpflichtet Unternehmen zur vollständigen Erfassung aller Vermögensgegenstände zum Geschäftsjahresende, § 241 Abs. 1 HGB erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die permanente Inventur als Alternative. Digitale Erfassung mit Historie erfüllt beide Nachweispflichten automatisch. Für die Anlagenbuchhaltung liefert seventhings die dafür nötige Datenbasis direkt aus der mobilen Erfassung.
Wie gelingt der Umstieg von Excel auf eine Inventarisierungssoftware?
Der Umstieg gelingt am zuverlässigsten in drei Schritten: zunächst die bestehende Excel-Liste bereinigen und auf den tatsächlichen Ist-Bestand prüfen, dann Etiketten und Erfassungsprozess für alle Standorte festlegen, abschließend die Softwareeinführung umsetzen. In diesem Helpcenter-Artikel geben wir eine übersichtliche Anleitung für die erfolgreiche Arbeit mit seventhings.
In der Praxis unterschätzen Teams regelmäßig, wie viel Zeit allein die Migration bestehender Excel-Daten kostet, das ist ein eigener Planungspunkt, der in Angebotsgesprächen selten aktiv angesprochen wird.
Wichtig dabei: Nicht jedes Asset gehört in dieselbe Kategorie. Mobiles Equipment wie Werkzeug, PSA, Konferenztechnik oder Möbel lässt sich mit einer Inventarisierungslösung wie seventhings zuverlässig abbilden. Für stationäre Produktionsanlagen oder Maschinen mit eigener Wartungssteuerung sind dagegen CAFM- oder MDM-Systeme die richtige Kategorie, eine Inventarisierungssoftware ersetzt diese nicht.
Was jetzt?
- Ist-Bestand prüfen. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie aktuell Ihre bestehende Excel-Liste tatsächlich noch ist, bevor Sie über ein neues System entscheiden.
- Asset-Potenzial anfordern. Eine kostenlose Asset-Potenzial-Analyse zeigt, wie viel Zeit- und Kostenpotenzial in einer digitalen permanenten Inventur für Ihr Unternehmen steckt.
- Demo mit eigenen Assets buchen. Testen Sie die mobile Erfassung mit realem Equipment statt mit Demodaten.
Häufig gestellte Fragen
Ist die permanente Inventur auch ohne App gesetzlich zulässig?
Ja, § 241 Abs. 1 HGB erlaubt die permanente Inventur unabhängig vom eingesetzten Werkzeug, solange die Erfassung nachvollziehbar dokumentiert ist. Eine App erleichtert die Dokumentation, ist aber keine gesetzliche Voraussetzung.
Welche Assets lassen sich mit einer Inventar-App wie seventhings erfassen?
Geeignet sind mobiles Equipment wie Werkzeug, PSA, Konferenztechnik, Möbel und Diensthandys ohne MDM. Für stationäre Produktionsanlagen oder Geräte mit eigener MDM-Verwaltung ist eine solche Lösung nicht der richtige Anwendungsfall.
Wie lange dauert die Migration einer bestehenden Excel-Liste?
Das hängt von der Datenqualität der bestehenden Liste ab. Erste Assets lassen sich meist innerhalb von zwei Wochen digital erfassen, eine vollständige Migration inklusive Bereinigung dauert je nach Umfang länger.
Kann eine Inventarisierungssoftware an SAP oder DATEV angebunden werden?
Ja, über standardisierte Schnittstellen lassen sich Bestandsdaten mit SAP, DATEV oder Microsoft-Systemen abgleichen, ohne dass Daten doppelt gepflegt werden müssen. Details zur konkreten Anbindung sind Teil jeder Erstberatung.


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