3 Fragen, die jeder CFO zu seinen Assets stellen sollte
von Michael Lehnert · CEO, seventhings
Die meisten CFOs kennen den Cashflow ihres Unternehmens auf den Euro genau. Beim physischen Anlage- und Umlaufvermögen sieht das anders aus. Werkzeuge, Prüfmittel, Konferenztechnik, Mobiliar, Diensthandys: Diese Assets tauchen in der Bilanz auf, aber selten in einem System, das jemand täglich pflegt. Genau da entsteht ein blinder Fleck, den drei einfache Fragen sichtbar machen.
Key Takeaways
- Europäische Mittelständler lagern durchschnittlich 50.000 bis 200.000 Euro an ungenutztem Equipment (McKinsey, 2024).
- 67 % der CFOs nennen in ungenutzten Assets gebundenes Kapital als eine ihrer drei größten Liquiditätssorgen (Deloitte CFO Signals, 2024).
- 18 % der Unternehmens-Assets sind bei Audits nicht physisch auffindbar (KPMG, 2024).
- 73 % der ERP-Nutzer pflegen parallel Excel-Listen, weil das ERP für bewegliche Assets nicht granular genug ist (Forrester, 2023).
Was bedeutet Asset-Transparenz für den CFO?
Asset-Transparenz heißt, dass jedes physische Gerät im Unternehmen eindeutig identifizierbar, lokalisierbar und einer Kostenstelle zugeordnet ist. Für den CFO ist das keine IT-Frage, sondern eine Bilanzfrage: Jedes Asset, das nicht auffindbar ist, verzerrt den Buchwert und bindet Kapital, das an anderer Stelle fehlt. seventhings schafft diese Transparenz für genau die Assets, die zwischen ERP und CAFM durchfallen: mobile Geräte ohne Sensorik.
Drei Fragen bringen diesen blinden Fleck auf den Tisch. Sie eignen sich für das nächste Finance-Meeting genauso wie für den Jahresabschluss.
Frage 1: Wo genau ist unser Kapital gerade gebunden?
Ungenutztes Equipment kostet Geld, ohne dass es in einer Zeile im Reporting auftaucht. Europäische Mittelständler lagern im Schnitt 50.000 bis 200.000 Euro an Ausstattung, die niemand mehr aktiv nutzt (McKinsey, 2024). Bei Möbeln macht das laut derselben Studie 35 bis 45 % des sogenannten Dead Inventory aus.
Das Muster dahinter ist fast immer dasselbe. Standort A schafft neu an, weil niemand weiß, dass Standort B ein baugleiches Gerät ungenutzt im Lager hat. 67 % der CFOs bestätigen, dass genau dieses gebundene Kapital zu ihren drei größten Liquiditätssorgen zählt (Deloitte CFO Signals, 2024). Ohne Standortübersicht bleibt diese Sorge diffus, denn niemand kann sagen, welches Asset wo steht und wie oft es genutzt wird.
seventhings löst das über eine standortübergreifende Bestandsübersicht. Bevor eine Abteilung neues Konferenzequipment oder neue Prüfmittel bestellt, zeigt das System, ob an einem anderen Standort bereits ein passendes Gerät ungenutzt verfügbar ist. Aus einer vagen Sorge wird eine konkrete Zahl, die sich im nächsten Einkaufsbudget einsparen lässt.
Wie viel Kapital ist typischerweise in ungenutzten Unternehmens-Assets gebunden? Europäische Mittelständler lagern im Schnitt 50.000 bis 200.000 Euro an ungenutzter Ausstattung, oft verteilt über mehrere Standorte (McKinsey, 2024). seventhings macht diese Bestände über eine standortübergreifende Übersicht sichtbar, bevor neu eingekauft wird.
Frage 2: Würden unsere Asset-Daten einem Audit standhalten?
Bei Audits zeigt sich ein Problem, das sich niemand im Finance-Team eingesteht: 18 % der Unternehmens-Assets sind physisch nicht auffindbar, sobald ein Prüfer konkret nachfragt (KPMG, 2024). Das Ergebnis sind Abschreibungswerte zwischen 12.000 und 35.000 Euro pro Unternehmen und Jahr, die sich nachträglich korrigieren lassen müssen. Bei manuell gepflegten Asset-Records liegt die Audit-Failure-Rate sogar bei 41 %, gegenüber deutlich niedrigeren Werten bei automatisiert dokumentierten Beständen (ISACA, 2024).
Das eigentliche Problem ist selten der Verlust eines einzelnen Geräts. Es ist die fehlende Nachvollziehbarkeit: Wer hat das Asset zuletzt genutzt, wann wurde es zuletzt geprüft, wo stand es zum Stichtag. Ohne durchgängige Historie bleibt jede Antwort eine Schätzung, und Schätzungen sind vor einem Prüfer keine gute Ausgangslage.
Anlagenbuchhaltung, IHK Aachen: „Mit der Software hat die Inventur zum ersten Mal Spaß gemacht."— N. Müller, Anlagenbuchhaltung, IHK Aachen
seventhings dokumentiert jede Zuweisung, jeden Standortwechsel und jede Prüfung automatisch in der Asset-Historie. Wartungsprotokolle lassen sich in Sekunden aus einer Vorlage erstellen, die vollständige Historie dahinter entsteht automatisch. Für den Prüfer bedeutet das: eine lückenlose Spur statt einer nachträglichen Rekonstruktion. Was Asset Intelligence in diesem Zusammenhang konkret bedeutet, erklärt der Grundlagenartikel unserer Serie.
Frage 3: Was kostet uns die Parallelwelt aus ERP und Excel?
Ein ERP-System bildet Finanzprozesse gut ab, aber selten den Alltag mobiler Assets. Deshalb greifen 73 % der ERP-Nutzer parallel auf Excel-Listen zurück (Forrester, 2023). Jede dieser Listen ist eine eigene Wahrheit, die niemand automatisch mit dem Hauptsystem abgleicht.
Der Effekt zeigt sich besonders beim Jahresabschluss. Wo Asset-Daten in Echtzeit statt in Jahresrhythmus gepflegt werden, verkürzen sich Abschlusszyklen spürbar, weil das Finance-Team nicht erst Listen aus verschiedenen Abteilungen zusammenführen muss (Deloitte, Financial Close Report, 2024). Die Parallelwelt aus ERP und Excel kostet also nicht nur Nerven, sie kostet direkt Zeit im Abschlussprozess.
seventhings ersetzt das ERP nicht. Es füllt die Lücke, die für mobile Assets bleibt, und liefert dem ERP über eine Schnittstelle saubere, aktuelle Daten statt manuell gepflegter Tabellen. Für Controlling und Buchhaltung heißt das: eine Quelle der Wahrheit statt drei konkurrierender Excel-Versionen.
Was jetzt?
- Bestandsaufnahme starten. Prüfen Sie, wie viele Assets aktuell nur in Excel oder gar nicht zentral erfasst sind, und schätzen Sie das gebundene Kapital grob ab.
- Erste Assets digital erfassen. Mit seventhings sind die ersten Assets in unter 14 Tagen live im System, per QR-Code-Scan ohne IT-Projekt.
- Asset-Potenzial-Analyse anfragen. Unser Team rechnet gemeinsam mit Ihnen durch, wie viel Kapital in Ihrem Bestand konkret gebunden ist und wo sich Neuanschaffungen vermeiden lassen.
Häufig gestellte Fragen
Welche drei Fragen sollte ein CFO zu seinen physischen Assets stellen?
Erstens: Wo genau ist Kapital in ungenutzten Assets gebunden? Zweitens: Würden unsere Asset-Daten einem Audit standhalten? Drittens: Was kostet uns die Parallelwelt aus ERP und Excel? Alle drei Fragen zielen auf denselben blinden Fleck: mobile Assets ohne zentrale, aktuelle Datenbasis.
Wie viel Kapital ist im Schnitt in ungenutzten Assets gebunden?
Europäische Mittelständler lagern durchschnittlich 50.000 bis 200.000 Euro an ungenutzter Ausstattung (McKinsey, 2024). Bei Möbeln macht das bis zu 45 % des sogenannten Dead Inventory aus. Der genaue Wert hängt von Unternehmensgröße und Standortzahl ab.
Warum scheitern Audits häufig an Asset-Daten?
18 % der Unternehmens-Assets sind bei Audits nicht physisch auffindbar (KPMG, 2024). Bei manuell gepflegten Records liegt die Audit-Failure-Rate bei 41 %, deutlich höher als bei automatisiert dokumentierten Beständen (ISACA, 2024). Fehlende Historie ist meist die eigentliche Ursache, nicht der Verlust selbst.
Ist Excel neben dem ERP ein Risiko für den Jahresabschluss?
Ja, wenn die Listen nicht regelmäßig mit dem Hauptsystem abgeglichen werden. 73 % der ERP-Nutzer führen parallel Excel-Listen (Forrester, 2023), was den Jahresabschluss verlängert, weil Daten aus mehreren Quellen zusammengeführt werden müssen. Echtzeit-Datenbasen verkürzen diesen Prozess spürbar (Deloitte, Financial Close Report, 2024).
Wie schnell sieht ein CFO erste Ergebnisse mit Asset Intelligence?
Die ersten Assets sind bei seventhings in unter 14 Tagen im System erfasst und live, ganz ohne IT-Projekt. Belastbare, auswertbare Datenbasen für Audit oder Jahresabschluss entstehen darauf aufbauend über die folgenden Monate, abhängig von Bestandsgröße und Erfassungstempo.
Fazit
Die drei Fragen aus diesem Beitrag lassen sich in jedem Finance-Meeting stellen, unabhängig davon, ob bereits eine Asset-Management-Lösung im Einsatz ist. Wer sie beantworten kann, hat eine belastbare Grundlage für Kapitalallokation, Audit-Vorbereitung und Jahresabschluss. Wer sie nicht beantworten kann, hat einen guten Startpunkt für das nächste Gespräch mit dem Facility- oder IT-Team gefunden.











